Archiv für Februar 2012

Fr, 6.04. LateWatchers-Film : The Black Power Mixtape 1967-1975

Fr, 6.04., 22:30Uhr
Union-Studio für Filmkunst, Kerststr. 24

The Black Power Mixtape 1967-1975 hebt einen wahren Schatz von jahrzehntelang in den Archiven verschollen gewesenem, einzigartigem 16mm-Filmmaterial; ausschließlich gefilmt von schwedischen Journalisten die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in die USA reisten. Sie waren auf der Suche nach den Hintergründen und Tatsachen zu den Berichten über die US-amerikanische Bürgerbewegung der farbigen Bevölkerungsgruppen. Schnell fanden diese interessierten Europäer Zugang zu den Anführern des damaligen Black Power Movement – unter anderem zu Stokely Carmichael, Bobby Seale, Angela Davis und Eldridge Cleaver. Und es gelang den Reportern, diese Ikonen des Aufstands in sehr intimen, privaten Momenten zu filmen, bemerkenswert offene und ehrliche Interviews mit ihnen zu führen.

Dennoch verschwand das Material zeitnah in den Archiven. Erst mehr als 30 Jahre später wurden die Filmrollen mit den beeindruckenden Inhalten in den Kellern des Schwedischen Fernsehens wieder entdeckt. Der schwedische Regisseur Göran Olsson hat daraufhin u.a. zusammen mit Danny Glover als Koproduzent das Material wieder den Augen der Welt zugänglich gemacht. Entstanden ist The Black Power Mixtape 1967-1975, ein Mosaik von Bildern, brandneuer Musik und aktuellsten Erzählerstimmen. Eine Chronik der bis heute wichtigsten, einflussreichsten und bedeutendsten Bürgerbewegung aller westlichen Demokratien. Ein packendes, hoch emotionales zeitgeschichtliches Dokument der größten Stunde der US-Amerikanischen Bürgerrechte: Der Black Power Bewegung.

Musik von Questlove (The Roots) und Om’Mas Keith wird kombiniert mit Kommentaren und Erzählungen von prominenten Afro-Amerikanern, deren kreativer Ausdruck und Leben von der Black Panther Bewegung stark beeinflusst war und ist. Dazu gehören unter anderem Erykah Badu, Harry Belafonte, Talib Kweli und Melvin Van Peebles. So bekommt das zeitgeschichtliche Filmmaterial neue Impulse. Zusammen mit der hohen visuellen Kraft der cinematografisch starken Bilder ist ein frischer, hochaktueller Film entstanden. Ein Film, der wie eine Blaupause wirkt für die Geschehnisse rund um so viele hochaktuelle Wutbürger-Proteste und Aufstände der verschiedensten Arten zwischen Gorleben, Berlin und Stuttgart, Kairo, Damaskus, Tripolis, London oder Athen. (Schweden / USA / Deutschland – 92 Minuten)
- http://blackpowermixtape.de/

Eintritt: 5.-Euro

VeranstalterIn: Kultur ohne Kommerz e.V. „K.o.K.-roaches“

LaLaLAaaauT: HC-Konzi am 24.03. im Kramladen

SOMETHING TO PROVE

@ KRAMLADEN, Bau46/TU Kaiserslauten

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w/
THE SEXY DRUGS (hard nipple poprock‘n'rollgaragepostpunk – KL)
- http://www.myspace.com/thesexydrugs

GHOST OF WEM (downtempo. sludge. blackmetal .- KA)
- http://www.myspace.com/ghostofwem

SCARS COME CLEAN (hardcore/punk – PS)
- http://www.myspace.com/scarscomeclean

ATTENTION ARMAGEDDON (grindcore/hardcore – KA)
- http://www.myspace.com/attentionarmageddon

WEGBESCHREIBUNG:
Zugangstrasse zur Uni heißt Paul-Ehrlich-Strasse.Diese reinfahren,an der ersten Einfahrt (Mensa/Studentenwerk) weiter geradeaus.Kurz bevor ne scharfe Linkskurve kommt,geht’s rechts über den Parkplatz rein,durch ne kleine Unterführung durch und danach gleich wieder links.Nach ca. 50 Metern befindet sich der Kramladen/Kellerbau/Bau 46 rechter Hand.Parken jedoch vor der Unterführung,restliche paar Meter schafft ihr auch zu Fuß! http://www.beatclub-kl.de/index.php?id=location

Veranstalter_in: K.o.K.-roaches e.V.

Filmabend u. Info: RADIOACTIVISTS – Protest in Japan since Fukushima

Mo, 5.März, ab 20Uhr
Roachhouse
R.Wagnerstr.78 [Hinterhaus]
Kaiserslautern

Der Film:
Seit der Katastrophe am 11. März erlebt Japan gesellschaftspolitische Erschütterungen von historischer Bedeutung. Besonders in Tokio entfacht ein Protest, der sich vor allem gegen die Regierung, Atomaufsichtsbehörde und den Energiekonzern TEPCO richtet.

Straßenproteste galten hier bisher als seltener Anblick. Eine Protestkultur ist im Japan der „nuller“ Jahre quasi nicht existent. Eine Ausnahme bildet lediglich die Gruppe kreativer Aktivisten des Shirōto no ran, dem „Aufstand der Amateure“. In dem alternativen Viertel Kōenji treten sie für mehr Freiheit im öffentlichen Raum Tokios sowie eine einfallsreiche Do It Yourself-Kultur ein.

Die Aktivisten um Shirōto no ran organisierten am 10. April, knapp einen Monat nach der Katastrophe, die größte Demonstration in Japan seit den 1970er Jahren. Mehr als 15.000 Teilnehmer demonstrierten an diesem Tag gegen Atomkraft. Dabei geht es den meisten Aktivisten der japanischen Anti-Atom-Demos um mehr als den Atomausstieg. Sie wollen auch auf die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die fehlenden Freiräume für ihre persönliche Entfaltung aufmerksam machen.

Der Dokumentarfilm ‘Radioactivists – Protest in Japan seit Fukushima’ setzt an dieser Stelle an, begleitet die Protestbewegung, zeigt die Hintergünde auf und lässt die kritischen Stimmen zu Wort kommen, die – nicht nur in Japan – immer lauter werden.

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RADIOACTIVISTS – Protest in Japan since Fukushima
Germany/Japan 2011, 72 min.

Directed & Produced by: Julia Leser & Clarissa Seidel
Editor: Clarissa Seidel
Additional Photography: Arseny Rossikhin
Associate Producers: Roger Zehnder, Yoshihiro Akai
Graphic Design: Clemens Berger & René Hänsel
Original Music: Junsuke Kondo, We Want Wine, ECD
Translation: Yasuo Akai

Featuring: Yoshihiko Ikegami, Chigaya Kinoshita, Hajime Matsumoto, Keisuke Narita, Yoshitaka Mori, Human Recovery Project

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Verbunden ist diese Veranstaltung mit der Einladung zur
Gemeinsamen Fahrt zur Anti-AKW-Demo am 11. März nach Neckarwestheim

Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an.
An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie.
In Deutschland, in Europa, weltweit.

Wir möchten mit dem Zug gemeinsam nach Neckarwestheim fahren um an dieser großen Demonstration teilzunehmen.

Treffpunkt ist am 11.03.2012 im Hauptbahnhof Kaiserslautern um 9.10 Uhr.
(Abfahrt 9.31 Gleis 4)

Das bundesweit gültige Wochenendticket kostet 40 € für 5 Personen den ganzen Tag im Nahverkehr.

Baskischer Kulturabend im Roachhouse

Fr, 30.März, ab 16Uhr
Roachhouse
R.Wagnerstr.78 [Hinterhaus]
Kaiserslautern

Die Planung:
- ab 16 Uhr: gemeinsames Kochen: Marmitako (Baskisches Fischgericht)
- ca.18 Uhr: gemeinsames Essen (auch für Gäste)
- 20 Uhr: Dokumentarfilm über die Situation im Baskenland (ca. 30 min); anschließend Diskussion mit Uschi Grandel vom „Info Baskenland“ aus Regensburg (www.info-baskenland.de)
- ca. 22 Uhr: „DISKO Rebelde“ mit MeckieMesser Muzak und „der rote Achim“.

EINTRITT FREI

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Die Friedensinitiative, die die baskische Abertzale1 Linke vor zwei Jahren startete, hat das Baskenland sichtbar verändert. Nur wenige Berichte darüber schafften es bei uns in die Schlagzeilen. So wie die Erklärung von ETA (Euskadi Ta Askatasuna, Baskenland und Freiheit) vom 20. Oktober 2011, ihren über 50-jährigen bewaffneten Kampf zu beenden. Die spannende Dynamik, die zu dieser Entwicklung führte, blieb allerdings meist im Dunkel.

Im Baskenland findet diese Friedensinitiative große Zustimmung in der Bevölkerung. Sichtbar wird dies in einem enormen Anstieg aktiver Bürgerbeteiligung. Der bekannte Sprecher der baskischen Linken Arnaldo Otegi sieht diese Beteiligung als einen der wichtigsten Pfeiler der neuen Strategie, an deren Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Im September 2011 wurde er für dieses Engagement zur Überwindung des spanisch-baskischen Konflikts in einem skandalösen politischen Prozess vom spanischen Sondergericht Audiencia Nacional zu zehn Jahren Haft verurteilt. In einem Interview, das er der baskischen Zeitschrift hAUSnART‘ Anfang des Jahres aus dem Gefängnis von Logroño heraus gibt, betont er die zentrale Bedeutung aktiver Teilhabe:

“Viele wollten glauben machen, oder dachten wirklich, dass die einzige und bestimmende „Neuheit“ unserer neuen Strategie die veränderte Haltung zum bewaffneten Kampf ist. Aber so ist es nicht. Das Ende des bewaffneten Kampfes war eine unerlässliche Bedingung, ist aber gleichzeitig alleine nicht ausreichend, um unsere Ziele zu erreichen. Unsere Strategie muss ganzheitlich sein, Teilhabe ermöglichen, Bürgerinnen und Bürger einbinden und zivilen Ungehorsam üben.“

Auf die Straße

Eine Vorstellung vom gewaltigen Ausmaß, das diese Beteiligung mittlerweile angenommen hat, konnte man am 7. Januar 2012 in Bilbo (span: Bilbao) bekommen. Ein Menschenmeer von über 110.000 Demonstranten brachte die Innenstadt zum Stillstand. Die Demonstranten forderten ein Ende der grausamen spanischen Politik gegenüber den baskischen politischen Gefangenen und als Sofortmaßnahmen die Entlassung schwer kranker Gefangenen und die Verlegung der fast 700 politischen Gefangenen ins Baskenland. Es war die größte Demonstration des letzten Jahrzehnts.

Mehr: www.info-baskenland.de

Während der Veranstaltung wollen wir über die neue Entwicklung im Baskenland sprechen